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Umfassende Studie zum Engagement in der Freien Wohlfahrtspflege erschienen

Nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege engagieren sich über drei Millionen Bürgerinnen und Bürger freiwillig in den sozialen Organisationen der Freien Wohlfahrtspflege in Deutschland - bei derzeit etwa 1,7 Millionen hauptamtlichen Mitarbeitern.

Die Potenziale dieses Engagements wurden von 2012 bis 2014 in einem Forschungsprojekt an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in Zusammenarbeit mit der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg erstmals umfassend und detailliert untersucht. Die reichhaltigen empirischen Befunde und die sozialwissenschaftlichen Analysen sind nun in einer umfassenden Publikation im Verlag Springer VS erschienen.

Im Rahmen der deutschlandweiten Untersuchung befragten die Sozialwissenschaftler insgesamt 2.276 Organisationen und führten 74 Experteninterviews mit Führungskräften der Freien Wohlfahrtspflege. Als exemplarischer Untersuchungsgenstand für die Freie Wohlfahrtspflege wurden der Paritätische Wohlfahrtsverband und seine Landesverbände in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Thüringen ausgewählt. Die Studie zeichnet ein Bild der Freien Wohlfahrtspflege, das vor allem durch Umfang und Vielfalt des ehrenamtlichen, freiwilligen und bürgerschaftlichen Engagements beeindruckt. Gezeigt wird auch, wie durch zeitgemäße und flexible Formen des Engagements in den untersuchten Organisationen überdurchschnittlich häufig auch mittlere und jüngere Altersgruppen für Engagement gewonnen werden können.

Weitere Informationen

Quelle: Pressemitteilung Nr. 136/2014 der Martin-Luther-Universität
Pressestelle vom 07.11.2014