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Forschungsbericht "Solidarität im Wandel?" vom BIM

Sorge ums Gemeinwohl und Ärger über Politik

Während vor einigen Jahren noch über eine vermeintliche Krise des ehrenamtlichen geklagt wurde, haben die vielfältigen Formen der solidarischen Unterstützung und des Engagements freiwilliger Helfer*innen diese Diskussionen in den Hintergrund gedrängt. Ehrenamtliches Engagement, das eng mit den verschiedenen Formen der Willkommenskultur zusammenhängt, scheint wieder en vogue zu sein.

Wie aus dem Forchungsbericht "Solidarität im Wandel?" des Berliner Instituts für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM) hervorgeht, basiert der Wandel des gemeinwohlorientierten Denkens nicht nur auf dem allgemeinen Wunsch zu helfen. Es ist vor allem die Sorge um das Gemeinwohl was viele Menschen antreibt, sich für Geflüchtete zu engagieren. Viele Initiativen seien aus dem Wunsch heraus entstanden, Rassismus und der Stimmung gegen die Geflüchteten etwas entgegenzusetzen; rechtsextremer und fremdenfeindlicher Haltung im öffentlichen Raum entgegenzutreten. Andere leisteten ihre Arbeit lieber im Verborgenen, ergaben etwa die Erkenntnisse aus Interviews mit Helfenden in Dresdner Initiativen. Zu den Geflüchteten entwickelten sich zuweilen familienähnliche Beziehungen, berichteten Helfer*innen.

Neben allgemeinen Auseinadersetzungen mit dem Engagement für und mit Geflüchteten, stellt der Bericht auch Erkenntnisse zum Agieren von Sportvereinen, zu geschlechtsspezifischem Engagement oder die Integration Geflüchteter an Hochschulen dar.

 

Als gutes Beispiel für das Engagement und den Einsatz für Geflüchtete in Sachsen-Anhalt konnte auch bei der Landdeskonferenz "Zusammen Perspektiven gestalten?!" am 11. November 2016 in Magdeburg gezeigt werden. Der Fokus lag hier auf dem Engagement für unbegleitete minderjährige Geflüchtete.

 

zum Forschungsbericht

 

Quelle: Forschungsbericht (aufgerufen am 19.4.2017)