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Sofortprogramm für das Ehrenamt - erste Einrichtungen in Sachsen-Anhalt erhalten Förderung

Die Corona-Pandemie hat viele ehrenamtliche Initiativen und Helfer:innen ins Straucheln gebracht: Kontaktbeschränkungen erschweren das Engagement. Die Einhaltung der Schutz- und Hygienemaßnahmen kostet zusätzliches Geld. Mehr denn je, sind Menschen in der Pandemie aber auf dieses Engagement vor der Haustür angewiesen. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft fördert Initiativen in ländlichen Räumen.

Die Bundesministerin für ländliche Räume, Julia Klöckner, hat in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landkreistag das millionenschwere Soforthilfeprogramm "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern." aufgelegt: Ehrenamtliche Initiativen können Zuwendungen etwa für Schutzausrüstung, Mieten für Fahrzeuge oder digitale Ausstattung erhalten. Mehr als 560 Interessensbekundungen sind beim Ministerium eingegangen – die ersten 13 Förderbescheide wurden nun verschickt.

Darunter auch zwei ehrenamtliche Initiativen in Sachsen-Anhalt:

  1. Der Tafel Zerbst e.V. erhält 4120 Euro. Mit dem Geld soll unter anderem ein Fahrrad, Transportboxen und ein Handy angeschafft werden, um Bedürftige der Risikogruppen trotz Kontaktbeschränkungen weiterhin mit Lebensmitteln zu versorgen und die Kommunikation zu erleichtern.
  2. Die Einkaufshilfe des DLRG Ortsgruppe Zerbst/Anhalt e.V. wird mit 6619 Euro gefördert. Der Verein liefert Menschen, die infiziert sind oder zur Risikogruppe gehören, auf Bestellung Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs.

Bundesministerin Klöckner: "Die Corona-Krise darf nicht zu einer Krise des Ehrenamts werden. Denn besonders jetzt sind viele Menschen auf Unterstützung angewiesen. Deshalb helfen wir den Helfern – insgesamt fünf Millionen Euro haben wir für Initiativen vor Ort bereitgestellt. Damit wollen wir einen Beitrag leisten, dass wichtige Angebote in der Fläche weiter möglich sind. Das ist mir ein großes Anliegen: Ehrenamt ist keine Selbstverständlichkeit – und gerade deshalb so wertvoll für die Temperatur unserer Gesellschaft."

Hintergrund:

Mit der Sondermaßnahme "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern." werden ehrenamtliche Initiativen bei der Bewältigung Corona-bedingter Belastungen unterstützt. Bewerben konnten sich Initiativen, die überwiegend in kreisangehörigen Städten und Gemeinden mit maximal 50.000 Einwohnern tätig sind.

Mit 2.000 bis 8.000 Euro gefördert werden unter anderem:

  1. Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die dem Schutz der Gesundheit von Mitgliedern und deren Kontaktpersonen dienen (z. B. Schutzmasken, Desinfektionsmittel),
  2. Neuanschaffungen, Beauftragungen und Fahrtkostenerstattungen für Maßnahmen, die Transportleistungen zur Sicherstellung der Nahversorgung, insbesondere mit Lebensmitteln, sowie Mobilitätsaufwendungen auf Seiten der Mitglieder der Initiativen betreffen (z. B. Fahrräder, Transportboxen),
  3. Neuanschaffungen und Beauftragungen für Maßnahmen, die die Zusammenarbeit von Mitgliedern der Initiative untereinander und mit Kontaktpersonen mit Hilfe einer digitalen Ausstattung der Initiative verbessern (z. B. Kameraequipment und Headsets für Videokonferenzen).

Quelle: Pressemitteilung Nr. 136/2020 des BMEL vom 13.08.2020

 

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