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Mi­nis­terpprä­si­dent zeich­net fünf Eh­ren­amt­li­che aus

Am 2.11. wur­den die Bun­des­ver­dienst­or­den in Mag­de­burg ver­lie­hen

Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Rei­ner Ha­se­loff hat gerstern in der Mag­de­bur­ger Staats­kanz­lei Ver­dienst­or­den der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land an fünf Eh­ren­amt­li­che über­reicht. Ver­lie­hen wur­den die Orden von Bun­des­prä­si­dent Dr. Frank-​Walter Stein­mei­er. Ha­se­loff hob bei die­ser Ge­le­gen­heit er­neut die Be­deu­tung eh­ren­amt­li­chen En­ga­ge­ments für das Funk­tio­nie­ren des de­mo­kra­ti­schen Ge­mein­we­sens her­vor: „Die hohe ge­sell­schaft­li­che Be­deu­tung des Eh­ren­am­tes zeigt sich im dau­er­haf­ten En­ga­ge­ment vie­ler Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die un­ei­gen­nüt­zig und mit gro­ßem Ein­satz we­sent­li­chen An­teil am Funk­tio­nie­ren un­se­res Ge­mein­we­sens haben. Um auch für künf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen in der Ge­sell­schaft ge­wapp­net zu sein, ist es not­wen­dig, ge­ne­ra­tio­nen­über­grei­fend für das Eh­ren­amt zu wer­ben.“

Ge­ehrt wur­den:

In­ge­borg Ar­nold aus Des­sau/Roß­lau mit der Ver­dienst­me­dail­le

Die 76-​jährige Rent­ne­rin wird für ihren her­aus­ra­gen­den eh­ren­amt­li­chen Ein­satz für die Kul­tur­land­schaft ihrer Hei­mat­stadt ge­ehrt. Sie en­ga­giert sich für das An­hal­ti­sche Thea­ter, in der An­hal­ti­schen Goethe-​Gesellschaft und im SPD-​Kreisverband Des­sau. Mi­nis­ter­prä­si­dent Ha­se­loff hob in sei­ner Lau­da­tio her­vor: „In­ge­borg Ar­nold ge­hört zu den Men­schen, die nicht auf der gro­ßen Bühne ste­hen, ohne die aber weder Thea­ter noch Kul­tur ge­lin­gen kön­nen.“

Chris­tel Dö­ring aus Gom­mern mit dem Ver­dienst­kreuz am Bande

Die 75-​jährige ehe­ma­li­ge So­zi­al­ar­bei­te­rin wird für ihr gro­ßes eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment bei der Pfle­ge und Ver­sor­gung äl­te­rer und hilfs­be­dürf­ti­ger Men­schen ge­ehrt. Seit Jahr­zehn­ten ar­bei­tet sie über­wie­gend eh­ren­amt­lich im För­der­ver­ein „Tor­stüb­chen“, des­sen Mit­be­grün­de­rin sie ist. Au­ßer­dem hat sie sich große Ver­diens­te in der Kom­mu­nal­po­li­tik ihrer Hei­mat­stadt er­wor­ben. Der Re­gie­rungs­chef be­ton­te in sei­ner Wür­di­gung: „Die kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tung braucht in jeder Ge­mein­de, in jeder Stadt und in jedem Land­kreis Men­schen, die sich in die Pflicht neh­men las­sen. Chris­tel Dö­ring hat in ent­schei­den­der Zeit Ver­ant­wor­tung über­nom­men und durch ihr eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment den so­zia­len Cha­rak­ter ihrer Hei­mat­stadt ge­prägt.

Hein­rich Hexel aus Lüt­zen, OT Groß­gör­schen mit Ver­dienst­kreuz am Bande

Der 74-​jährige Rent­ner wird für sein her­aus­ra­gen­des eh­ren­amt­li­ches En­ga­ge­ment in der Kom­mu­nal­po­li­tik sei­nes Hei­mat­or­tes ge­ehrt. Seit vie­len Jah­ren wid­met er sich in Groß­gör­schen der mit den Be­frei­ungs­krie­gen im Zu­sam­men­hang ste­hen­den Traditions-​ und Hei­mat­pfle­ge. Über Jahr­zehn­te hin­weg war er auch Bür­ger­meis­ter des Ortes. Ha­se­loff sagte in sei­ner An­spra­che: „Als ge­schichts­be­wuss­ter Mensch hat Hein­rich Hexel sich um die Be­wah­rung der Iden­ti­tät sei­ner Hei­mat­ge­mein­de und um die Pfle­ge eu­ro­päi­scher Be­zie­hun­gen ver­dient ge­macht.“

Prof. Dr. habil. Udo Reb­mann aus Halle/Saale mit dem Ver­dienst­kreuz am Bande


Der 65-​jährige re­nom­mier­te Me­di­zi­ner wird für seine au­ßer­or­dent­li­chen Ver­diens­te um die qua­li­fi­zier­te Wei­ter­bil­dung des ärzt­li­chen Nach­wuch­ses aus­ge­zeich­net. Er ist Grün­der des Urologisch-​Onkologischen Ar­beits­krei­ses Sachsen-​Anhalt e.V. und För­de­rer zahl­rei­cher Selbst­hil­fe­grup­pen. Der Mi­nis­ter­prä­si­dent wür­dig­te den Me­di­zi­ner für sein be­stän­di­ges En­ga­ge­ment bei der Prä­gung des Ver­ant­wor­tungs­ge­fühls der sachsen-​anhaltischen Ärz­te­schaft. „Die eh­ren­amt­li­che Or­ga­ni­sa­ti­on von Fort­bil­dungs­ver­an­stal­tun­gen und die um­fas­sen­de Be­treu­ung ver­schie­de­ner Selbst­hil­fe­grup­pen lässt deut­lich wer­den, dass immer das Wohl des Pa­ti­en­ten im Mit­tel­punkt aller An­stren­gun­gen ste­hen muss“, be­ton­te Ha­se­loff.

Edda Schaaf aus Schko­pau OT Wal­len­dorf/Luppe mit dem Ver­dienst­kreuz am Bande

Die 64-​jährige Leh­re­rin wird für ihr gro­ßes En­ga­ge­ment bei der Ge­schichts­auf­ar­bei­tung ihrer Hei­mat­re­gi­on ge­ehrt. Sie Jahr­zehn­ten setzt sie sich für die Gedenk-​ und Er­in­ne­rungs­ar­beit im Zu­sam­men­hang mit den ehe­ma­li­gen Zwangs­la­gern der Re­gi­on Mer­se­burg ein. Hier­bei för­dert sie die in­ter­na­tio­na­le Ju­gend­ar­beit. Au­ßer­dem ist sie Grün­de­rin des CDU-​Gemeindeverbandes Bad Dür­ren­berg. „Er­in­ne­rungs­kul­tur braucht au­then­ti­sche ge­schicht­li­che Bil­dung, die von Ge­ne­ra­ti­on zu Ge­ne­ra­ti­on wei­ter­ge­ge­ben wer­den muss. Edda Schaaf hat auf die­sem Ge­biet sehr viel ge­leis­tet und sich ins­be­son­de­re um junge Men­schen ver­dient ge­macht. Sie prägt da­durch auch das Ge­sicht un­se­res Lan­des Sachsen-​Anhalt, “ stell­te der Re­gie­rungs­chef in sei­ner Rede fest.