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Dritter Engagementbericht zu Jugendengagement und Digitalisierung

Das Bundeskabinett hat sich heute mit dem Dritten Engagementbericht "Zukunft Zivilgesellschaft: Junges Engagement im digitalen Zeitalter" befasst. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich gesellschaftliche Teilhabe und freiwilliges Engagement durch die Digitalisierung verändern und welche Folgerungen sich daraus für die Engagementpolitik ergeben. Untersucht wurde, wie sich junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren auch digital freiwillig einbringen.

"Wie wertvoll und bereichernd digitales Engagement ist, sehen wir gerade in der gegenwärtigen Corona-Krise", betont Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey.

"Digitale Möglichkeiten helfen dabei, dass sich - vor allem auch junge - Menschen trotzdem für andere und den gesellschaftlichen Zusammenhalt einsetzen können, indem sie zum Beispiel Nachbarschaftsinitiativen oder Einkaufshilfen digital organisieren oder aber Vereine verstärkt Online-Beratungen anbieten. Der Bericht zeigt, wie groß das Potential ist und dass es noch besser ausgeschöpft werden kann. Das digitale Engagement ersetzt die traditionellen Formen nicht, aber es kann sie wirksam ergänzen. Es geht deshalb auch darum, analoges und digitales Engagement besser miteinander zu verknüpfen. Die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, die wir in diesem Jahr gründen ist dafür wie geschaffen. Auch in Zukunft wird es auf das Engagement ankommen, denn es macht unsere Gesellschaft stärker und lebenswerter", so Franziska Giffey.

Der heute vorgelegte Engagementbericht macht deutlich, welche Rolle die Digitalisierung im Engagement junger Menschen einnimmt und analysiert neue Themen, Praktiken und Typen des Engagements, die durch die Digitalisierung entstehen. Formuliert werden zudem konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Zivilgesellschaft.

"Junge Menschen nutzen zunehmend digitale Medien für ihr Engagement, unabhängig davon, in welchen Organisationsformen sie sich einbringen. Viele junge Engagierte betrachten die Digitalisierung als eine gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe. Laut der Jugendbefragung des Dritten Engagementberichts verfolgen heute rund 30 Prozent der jungen Engagierten das Ziel, die digitale Welt zu einem besseren Ort zu machen," erklärt die Vorsitzende der Sachverständigenkommission, Prof. Dr. Jeanette Hofmann.

Der Dritte Engagementbericht, der aus dem Gutachten einer unabhängigen Sachverständigenkommission und der Stellungnahme der Bundesregierung besteht, bietet eine gute Wissensbasis zum Thema "Engagement und Digitalisierung" sowie Anregungen für die Engagementpolitik.

Die Sachverständigenkommission empfiehlt unter anderem:

  • Bessere Verbindung etablierter und digitaler Engagementformen und Wertschätzung des (jungen) digitalen Engagements,
  • Förderprogramme zur Entwicklung digitaler Beteiligungstools, damit Organisationen leichtere Einstiegswege für junge Menschen anbieten können,
  • Vermeidung von neuen Bildungsunterschieden und Abbau bestehender Spaltungen,
  • Verbindung von politischer Bildung mit Medienbildung und entsprechende Förderung der Akteure und Einrichtungen,
  • Beratungs- und Vernetzungsangebote für Organisationen bei Digitalisierungsprozessen

Das BMFSFJ hat angekündigt die Empfehlungen der Sachverständigenkommission bei der Planung künftiger engagementpolitischer Maßnahmen mit bedenken.

Eine Kurzfassung des Engagementberichtes steht Interesssierten auf www.bmfsfj.de/engagementbericht zur Verfügung.

 

Kontakt:

Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Glinkastraße 24
10117 Berlin

Telefon: +49 30 2017-9130
E-Mail: poststelle(at)bmfsfj.bund.de
Webseite: www.bmfsfj.de

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom13.05.2020

 

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