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Magdeburger Projekt gewinnt beim Wettbewerb "Einsam? Zweisam? Gemeinsam?"

Im Rahmen des Fachkongresses zeichnet Bundesministerin Dr. Franziska Giffey erstmals Deutschlands beste Initiativen gegen Einsamkeit im Alter aus.

Einsamkeit ist ein vielschichtiges Phänomen mit unterschiedlichsten Ursachen. Vor allem ältere Menschen sind betroffen und brauchen Unterstützung. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) rief deshalb im letzten Jahr den nationalen Wettbewerb "Einsam? Zweisam? Gemeinsam?" aus, bei dem sich Initiativen, die sich gegen Einsamkeit im Alter einsetzen, bewerben konnten. Der Preis ist mit insgesamt 22.500 Euro dotiert und wurde gestern in Berlin durch Bundesseniorenministerin Franziska Giffey und den BAGSO-Vorsitzenden Franz Müntefering verliehen.

Insgesamt 15 Sieger wurden in fünf verschiedenen Kategorien ausgezeichnet: Besuch und Begleitung, Mehrgenerationenhaus, Sport und Bewegung und in der offenen Kategorie. In der letzten Kategorie gelang der Pfeifferschen Stiftung Magdeburg der Sprung aufs Siegertreppchen. Für ihr Projekt „Treffpunkt Wohncafé“ erhielt die Stiftung den 3. Platz.

Die Begegnungsstätte „Treffpunkt Wohncafé“ ist an das Quartiersmanagement der Pfeifferschen Stiftungen im Magdeburger Stadtteil Kannenstieg angebunden und möchte mit dem Projekt die Nachbarschaftshilfe stärken und den Stadtteil beleben. Im Wohncafé können Menschen verschiedenen Alters in Kontakt kommen und Freizeit- und Informationsangebote aufbauen. Ziel aller Aktivitäten ist es, Versorgungsketten so zu gestalten, dass Menschen im Alter so lange wie möglich in ihrer Häuslichkeit leben können.

 

Die Preisverleihung fand im Rahmen des Fachkongresses „Einsamkeit im Alter vorbeugen und aktive Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen". In ihrer Rede unterstrich Giffey die wachsende Bedeutung des Phänomens:

„Wir wollen uns um die Menschen kümmern, die einsam sind oder von Einsamkeit bedroht sind. Jede und jeder Einzelne kann das im eigenen Lebensumfeld tun: in der Nachbarschaft und sogar in der eigenen Familie. Einsamkeit vorzubeugen, ist aber auch eine Aufgabe der Gesellschaft. Es ist nicht gut, wenn es dem Zufall überlassen bleibt, ob sich jemand kümmert. Wir brauchen gute Ideen und Angebote, die funktionieren und wirken.

Schicksalsschläge wie Tod, Erkrankung, aber auch Armut steigern das Risiko sozialer Isolation und Vereinsamung bei älteren Menschen. Weil Einsamkeit viele Gesichter und viele Gründe hat, gibt es nicht eine Lösung, sondern viele. Wie vielfältig das Engagement, die Ideen und die Lösungswege sind, beweist unser Wettbewerb. Dass wir dieses Engagement sichtbar machen und würdigen, zeigt: Wir kümmern uns um die Kümmerer. Sie sind Impulsgeber und Vorbild für andere. Ihr Engagement macht unsere Gesellschaft besser. Im Kleinen wie im Großen.“

 

Den Wettbewerb führte das Bundesseniorenministerium gemeinsam mit der BAGSO durch. Es gab insgesamt 601 Bewerbungen in fünf Kategorien. Eine sechsköpfige Jury aus Kommunen, Wissenschaft und Politik wählte die 15 Sieger in einer gemeinsamen Sitzung aus.

 

Kontakt:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V.
Thomas-Mann-Str. 2-4
53111 Bonn

Telefon: +49 228 249-9930
Telefax: +49 228 2499-9320
E-Mail: kontakt(at)bagso.de

 

Quelle: Pressemitteilung 013 des Bundesfamilienministeriums vom 18.3.2019

 

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